Übungen zum Ton halten:

 

a) Tief atmen - tief ist das Einatmen dann, wenn Du auch im Beckenboden eine Bewegung spürst;

b) Luft dosieren lernen mit: sssss, fffff, sch-sch-sch etc., beobachte dabei was Dein Körper dafür macht und setze es beim gesungenen Ton um;

c) Wenn beim Halten Deine Intonation unsicher ist, dann wiederhole dir immer wieder den Ton am Klavier (oder anderem Instrument) zur Unterstützung;

d) wenn Dein Vokal sich beim Halten "verfärbt", dann wiederhole ihn Dir gedanklich, zB o-o-o-o-o-o-, voller Konzentration;

Das Wichtigste ist, dass Du Dir deinen langen Ton gut selber vorstellen kannst! Also innerlich Hören - dann macht Dein Körper das Beste dafür!

 

Was bedeutet „mit dem Körper singen“? Ich beschreibe hier die Körperfunktionen beim Singen anhand von Übungen beim Chakren-Tönen.

Chakren sind Energiezentren im Körper, und eine gesunde Stimme liebt es, wenn alle Chakren offen und aktiv sind.
Ich nehme zum Beginn nur die 7 Hauptchakren und ordne ihnen 7 Vokale zu, 5 Hauptvokale habe ich der Yogalehre entnommen (i-e-a-o-u) und zwei deutsche Vokale habe ich – der Logik der Farbenlehre folgend – dazu genommen. Hier ist die Grundschulung, die man auch selber ausprobieren kann:

1.    Chakra: BECKEN - Wir tönen – so lange der Atem reicht – Vokal U:
Beim Einatmen im U (d.h. mit dem Einatmen bereits U denken, was automatisch zum U-formen führt und einen reinen Einsatz ermöglicht) BECKEN öffnen – spüren wie Beckenbodenmuskel sich nach Unten (zur Erdenkraft hin) zieht und sich somit „öffnet“ und beim U-tönen weiter nach unten ziehen, Wirbelsäule im Bereich des Steißbeins verlängern in dem man leicht in die Knie geht und das Becken nach vorne kommt. Einen möglichst tiefen Ton aussuchen und auf einem Ton bleiben. Auf die Reinheit des Vokals achten, in dem man Denkimpulse U-U-U-U-U-U-U… sendet, bis der Atem aus ist. Mit jedem Üben Atem ausdehnen und die Verbindung des Klanges mit der Erde spüren.
Wenn es nicht funktioniert (Energiestau im Chakra etc.) – probiert es mit der Beugehaltung oder in der Hocke… Man kann dazu auch Farbmeditation nehmen – ROT aus der Erde einatmen und dunkles rot in die Erde loslassen, sich bei der Erde bedanken, dass sie unsere Lasten aufnimmt und uns befreit… Erste Chakra ist der Anfang, ist unsere Kraft, aber auch unsere Aggression – auch die gute, gesunde Agression, die z. B. der Körper beim Bekämpfen der Krankheit ausstrahlt.

2.    Chakra – Unterer Bauch, Vokal Ö
Wenn Ihr ein starkes S oder SCH ausspricht, und dabei den oberen und den unteren Teil des Bauches beobachtet, dann merkt ihr, dass das untere sich nach außen spannt und das obere sich kurz einzieht. (Somit haben die Lehrer recht, die sagen, Bauch einziehen und die, die sagen, Bauch raus!) Also den Bereich unter den Nabel schön rausbringen beim Einatmen im Ö und beim Tönen schön weiter ausdehnen, aufspannen. Eventuell mit Orange meditieren, beim Ausatmen/Singen ist die Ausrichtung nach vorne und nach hinten, spürt leicht Bewegungen auch im unteren Rückenbereich, wieder hilft hier Beuge, Hocke, Knie locker…

3.    Chakra – Sonnengeflecht - Vokal O
Im O einatmen, dabei Bauchraum großmachen – auch seitlich und im Rücken (Gürtel-gefühl)– und beim Tönen NOCH GRÖSSER WERDEN! D. h. weiterhin aufspannen. Es zieht sich zwar von Natur aus ein, aber wir verlangsamen es, in dem wir es weiterhin nach außen spannen. Wieder mit Denkimpulsen O-O-O-O-O-… an der Vokalreinheit arbeiten, so lange wie möglich gleiche Klangqualität bis zum Schluss halten, in dem man auch den Lippenring weiter nach vorne dehnt. Die Tonhöhe ist hier etwas höher als beim U, sie liegt im Bereich der Mittellage.

Sonnengeflechtschakra ist unsere Körpermitte , Farbe GELB. Man kann sich bei dieser Übung richtige kleine Sonne im Bauch vorstellen und beim O-Tönen die Strahlen, die in alle Richtungen gehen, sehen.


4.    Chakra – Herz/Brustraum – Vokal A
Beim Einatmen im A Rippen maximal ausdehnen, alle drei Teile der Lungen – unten, mitte, oben - extrem voll machen – und langes A tönen. Beim Tönen RIPPEN WEITER NACH AUßEN DEHNEN! Richtig Hände seitlich auflegen und schön arbeiten!!! Ich hoffe ihr kommt dabei ins Schwitzen, dann macht ihr es richtig! Es wird mit dieser Übung nicht nur an der Länge des Atemvolumensgearbeitet, sondern auch an Eurem VERTRAUEN – Selbstvertrauen und den anderen vertrauen!! Und da in diesem Bereich das Herz liegt – löst sich vielleicht die eine oder die andere Verletzung auf und ein Verzeihen kommt hoch – Stimme ist mit der Seele verbunden, denkt daran, und akzeptiert es, dass ihr durch die Stimme die Seele heilt!!
Wenn es nicht funktioniert – es kann sein, dass einfach die Zeit für ein grenzenloses Vertrauen und Verzeihen noch nicht reif ist – dann vertraut, dass es richtig so ist, und geht behutsam an Eure eigenen Grenzen heran – geht es heute 1 Millimeter weiter? – JUHU und beloht Euch mit viel Freude und Dankbarkeit!! Herzchakra hat eine GRÜNE Farbe – atmet viel frisches Grün ein und lasst – je nach Fantasie ein Buntes Grün raus, die Ausrichtung ist nach vorne und nach hinten.

5.    Chakra – Hals/STIMME/Kommunikation - Vokal E
Hals weit machen beim Einatmen im E und ein langes E tönen, beim tönen Hals entspannt lassen. Ausrichtung ist nach vorne und nach hinten – manche Gesangslehrer sagen – stell‘ Dir vor, Deine Lippen sind im Nacken! Und wie oft spürt man mit dem Nacken, dass hinten jemand steht, der uns unangenehm ist… Oft ist Nacken verspannt – bitte macht Übungen wie Schulter hochziehen, Schulter kreisen, Kopfbewegungen in alle Richtungen – behutsam!!! Am liebsten langsam, wie im Yoga, und langsam lösen. Nacken/Hals ist auch mit den Händen verbunden – Handbewegungen, fließend und kreativ befreien den Hals.
Wenn es nicht funktioniert – überprüft Chakren 1-4, diese sollten nämlich wie geübt aufgespannt und aktiv sein! Bewegt den Kopf – langsam und vorsichtig – in alle Richtungen während des Tönens, gibt ein wenig die Kontrolle auf, lasst Euch führen. Meditiert mit der HELLBLAUEN Farbe, laßt Euch Eigenkreationen einfallen – die Seele führt Euch, achtet auf jedes Zeichen!

6.    Chakra – Das Dritte Auge – Vokal I
Hier liegt der sogenannte Stimmsitz, wobei ich sage – die Stimme soll da nicht sitzen, sondern frei durchfließen! Hier liegen unsere Nasen- und Stirnnebenholräume – es sind richtige Löcher im Kopf drinnen, mit Schleimhaut überzogen, und der Stimmklang bekommt echt viel Glanz, wenn er dadurch passiert! Im Einatmen bereits das Dritte Auge öffnen – Alle weichen Teile (Gaumensegel, Wangen, Kopfhaut….) „heben“ sich dabei – und schönes, reines I glänzen lassen. Hilft Euch mit I-I-I-I-I… Denkimpulsen.
Gibt Acht dass die Chakren 1-5 funktionieren! Die Farbe ist BLAU, Ausrichtung nach vorne und nach Hinten. Wenn es nicht funktioniert – dann ist in irgendeinem Bereich im Kopf zu viel Kontrolle („ich bestimme alles und hab‘ alles unter Kontrolle…“), das spürt man, wenn man eigenen Kopf von wem anderen bewegen lässt, und der andere führen sollte – leichte, kleine, beliebige Bewegungen, und wenn ihr Euch dann führen lässt, dann entdeck ihr vielleicht eine Stelle im Kopfinneren, die Ihr dafür entspannt habt… Ich vergleiche dieses „Sich-Führen-Lassen“ mit dem „Sich-Fallen-Lassen“ in Gottes Hände, und der Gott soll mal selbstpersönlich bestimmen und kontrollieren, in kann inzwischen loslassen und das-was-ist genießen (Ich gestehe, ich bin großer Fan der „Gespräche mit Gott“ von N.D.Walsch)
Jetzt komme ich zu den 7. Und 2. Chakren und den Vokalen, die ich selber nach der Farbenlehre „gemischt“ habe – vielleicht lerne ich da noch was dazu? 7., Scheitelchakra hat ihre Farbe LILA und lila bestehe aus rot und blau, also habe ich I und U gemischt und ein Ü bekommen; 2., Fruchtbarkeitschakra liegt zwischen U und O, zwischen rot und gelb, ist also ORANGE, und ich habe ihr das Ö zugeordnet.

7.    Chakra – Scheitel – Vokal Ü
Diese Chakra verbindet uns mit dem Universum, man kann es auch Gott, Planeten, Engeln, Geistige Führer etc. nennen – bitte jeder nach seiner Weltanschauung! Bitte atmet ein von oben und singt nach oben, ihr könnt‘ mit den Händen passende, kreisende Bewegungen über dem Kopf machen, manchmal hilft es! Im Ü Einatmen (Lippen nicht vergessen!) und – bereits relativ hoch, aber noch gemütlich – tönen. Stellt Euch vor, Ihr füllt eine Flasche auf mit dem Wasser – die Luft, die Ihr so von oben einatmet, geht bis zu Boden, oder noch besser – durch die Erde durch! Körper füllt sich vollkommen frei an, und wenn es nicht funktioniert – überprüft Eure Weltanschauung, überprüft Chakren 1.-6., und vertraut, es öffnet sich im richtigen Augenblick!

Bei den obengenannten Übungen handelt es sich um die Chakrenheilung und -öffnung und um den Muskeltraining – der Körper braucht eine gewisse Spannung um die Töne zu produzieren. Erst nach Jahren des Trainings kann dann ein Profi sagen, singen ist leicht, und arbeitet dann mit Minimalaufwand. Auf welcher Stufe man gerade selber steht, ist individuell – braucht man eher Muskelaufbau oder Loslassen und Lösen beim singen? Wo hat man zu viel trainiert und wo zu wenig? Bei einem klingt die eine, bei anderem die andere Chakra am besten – dann ist es auch die Frage der Balance – alles in den Gleichgewicht zu bringen und die Stimme zum Fließen bringen, Fließen aus der Erdenmitte durch den Körper bis in den Kosmos hinauf…
Und weil die Mitmenschen reagieren – die Stimmbänder schwingen mit!, öffnet es ihnen die eine oder die andere Chakra, und dann heisst es, „wenn er/sie singt, geht mir mein Herz auf“…